18. Februar 2015

Frau Schrader mit Engel Heidemarie Schrader mit einem der Spendenengel

TIBETISCHER BUDDHISMUS, GÄNSELIESEL UND STRAHLENKRANZMADONNA

Seit 19 Jahren arbeitet Heidemarie Schrader als Aufsicht im Städtischen Museum Göttingen. Zuvor war sie als Köchin, Küchenleitung und stellvertretende Heimleitung in zwei Seniorenheimen der Stadt Göttingen tätig. Aus gesundheitlichen Gründen wurde sie 1996 ins Museum umgesetzt.

Welche Sonderausstellung war Ihre Lieblingsausstellung? 1997 gab es eine Ausstellung mit dem Titel „Tod, Bardo und Wiedergeburt im tibetischen Buddhismus“ mit Führungen durch einen tibetischen Mönch, einem Gebetszimmer, Mandalateppichen und einer großen Objektvielfalt, die hat mich persönlich sehr angesprochen. Auch die Ausstellung zu den Freimaurern hat mir sehr gefallen.

Gab es prominente Besucher? Ja, zum Beispiel Dennis Klose von „Upps! – die Pannenshow“, Rita Süssmuth und Christoph Gottschalk im Anschluss an eine „Wetten dass…?“-Show 2001 in der Lokhalle in Göttingen. Bei der Show wäre das Gänseliesel fast Teil einer Saalwette geworden, doch das Publikum hat sich für eine andere Saalwette entschieden. Seitdem steht das Original-Gänseliesel im Foyer des Museums.

Welches ist Ihr Lieblingsexponat? Mein Lieblingsexponat ist die Strahlenkranzmadonna, die nach wie vor in der Kirchenkunstausstellung zu sehen ist. Aus der ehemaligen Dauerausstellung haben mir die Mittelalter-Küche, die Ratsapotheke und das 1950iger-Zimmer am besten gefallen. Diese müssten bei einer Neukonzeption des Museums unbedingt wieder zu sehen sein. Generell ist die Stadtgeschichte sehr gefragt, die Besucher fragen uns immer wieder, wann das Museum wieder mit einer umfangreichen Dauerausstellung und Stadtgeschichte öffnet.

Was wünschen Sie sich für das Museum? Wertschätzung.

(Das Gespräch mit Heidemarie Schrader wurde geführt von Ines Lamprecht)