05. März 2018

Gewusst?                                                                                                                                                   

Die Spindelpresse 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieses Objekt wird ab dem 7. März neu ausgestellt. Es wird in dem Relaunch unsere Präsentation zur Sakralen Kunst  Stadt.Macht.Glaube.Göttingen im 16. Jahrhundert. zu sehen sein.

Obwohl der Druck mit beweglichen Lettern schon im 15. Jahrhundert  von Johannes Gensfleisch, besser bekannt als Johannes Gutenberg, erfunden wird, entfaltet diese Buchdruckrevolution erst im 16. Jahrhundert ihre volle Kraft. Es kommt zu einem sprunghaften Anstieg der Buchproduktion in Europa. Noch nie konnte so schnell und so viel Wissen verbreitet werden. Die Ideen des neuen Glaubens erfahren durch diese innovative Technik schnell eine große Verbreitung. Die Spindelpresse oder Handpresse wird schon im 16. Jahrhundert zum Buchbinden genutzt. Um ein Buch zu binden, werden alle Seiten zunächst in einzelne Blöcke angeordnet. Diese werden dann am Buchrücken mit einem Faden zusammengeheftet. Anschließend bekommen die verbundenen Seiten eine Verklebung am Buchrücken. Zum Trocknen und Festigen wird der Buchrücken in so eine Presse eingespannt.                                                                                                                                                                                                         Noch heute gibt es viele Bücher, die so eine Fadenheftung haben. Sie werden gebundene Bücher genannt. Die Pressen allerdings werden maschinell betrieben. Auf YouTube sind einige Filme zu sehen, die zeigen, dass der Ablauf und die Technik  des Buchbindens heute noch genauso funktionieren wie im 16. Jahrhundert. Selbst zu Hause können Bücher (oder Hefte) gebunden werden. Da wird die Holzpresse oft durch zwei Holzbretter die mit Klammern gehalten werden, ersetzt.

Sie möchten das Original sehen?

Der Eintritt in unsere neue Präsentation Stadt.Macht.Glaube.Göttingen im 16.Jahrhundert. ist kostenfrei.

(Andrea Rechenberg, Kuratorin)