Monthly Archives: Juli 2018

20. Juli 2018

Abenteuer Archäologie: Die Altsteinzeit entdecken!

Am nächsten Freitag wird das Museum zur Ausgrabungsstätte. Im Rahmen der diesjährigen Ferienpassaktion werden Kinderträume wahr. Die Teilnehmer dürfen die Ärmel hochkrempeln und sich selbst als Archäologen betätigen. Mit Hilfe unterschiedlicher Werkzeuge  bekommen Kinder von 5-12 Jahren die Gelegenheit, die Altsteinzeit aktiv zu entdecken.                                                      Die Altsteinzeit ist die älteste und längste Phase in der Geschichte der Menschheit. Museumspädagogin Manuela Wengelnik erklärt, was der Name bedeutet und woher wir unsere Kenntnisse über diese spannende Zeit haben…

 

 

 

 

 

27. Juli 2018, 15:00-17:00 Uhr                                                                                                           Die Teilnahme ist kostenfrei.                                                                                                              Um Anmeldung wird gebeten: 0551 400-2843 oder museum@goettingen.de

13. Juli 2018

Gartenpartie

In unserem Vorgarten strahlen, dank des tollen Wetters der vergangenen Monate, wieder die unterschiedlichsten Blumen um die Wette. In Anbetracht dieser erstaunlichen Vielfalt erscheint uns der Museumsgarten manchmal wie ein Biotop, das auch die exotischsten Gewächse zum Wohlfühlen einlädt. Inmitten dieser Blütenpracht versteckt sich, ganz im Sinne eines Museumsgartens, auch das eine oder andere Zeugnis aus der Göttinger Stadtgeschichte. Die „Bittenden Engel“ sind zurzeit leider ausgeflogen, denn sie erhalten ein neues Gewand. Jedoch erwarten die Museumsbesucher im Vorgarten viele andere “wundersame Wesen“. Neben einem bronzenen Frosch aus dem fernen Thorn sind hier unter anderem verschiedene Grabmäler, darunter das älteste datierte Steinkreuz Deutschlands, eine gotische Fenstereinfassung aus dem 1908 abgerissenen Kelterbornschen Haus und eine Polyeder-Sonnenuhr aus dem frühen 19. Jahrhundert  zu entdecken. Eine Broschüre mit detaillierten Informationen über die Objekte erhalten Sie an der Museumskasse.

Der Museumseingang mit Blütenpracht und Sonnenuhr (links im Bild)

Der Thorner Frosch, im Hintergrund ein Grabmal vom ehemaligen Marienfriedhof (1808) und die hierher versetzte Fassade des Siedentopfenschen Hauses

Gotische Fenstereinfassung aus dem Kelterbornschen Haus

Gedenkkreuz von 1260

 

(Izabela Mihaljevic, wiss. Volontärin)

06. Juli 2018

Unser Museum

Teil 3: Die „Alte Posthalterei“

Heute möchten wir den Teil des Museums vorstellen, der als letztes zum Museum wurde: Die „Alte Posthalterei“. Hier sind unter anderem die Bibliothek, das Graphikmagazin, das Fotoarchiv,  die Museumsverwaltung und die Büros der ehrenamtlichen Kollegen und der wissenschaftlichen Mitarbeiter untergebracht. Hier wird wissenschaftlich inventarisiert und hier entstehen die Konzepte für die Ausstellungen. Die „Alte Posthalterei“ ist daher sozusagen die Ideenfabrik des Museums.

Der wohlhabende Bürger Johann Ebel lässt das barocke Fachwerkhaus um 1700 bauen. Fünfzig Jahre später kauft Postmeister Johann Schröder im Auftrag der Landesregierung das Gebäude und richtetet hier ein Postamt ein. Die Post Göttingens war zuvor von König Georg II. übernommen und zur hannoverschen Staatspost erklärt worden. Eine Zeichnung von 1836  (Siehe. Abb. 1, Beitrag vom 22. Juni) lässt vermuten, dass das Postamt ab der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im direkt angrenzenden Teil des Remisegebäudes untergebracht ist, während die „Alte Posthalterei“ vom Postmeister als Wohnhaus genutzt wird. Nachdem 1854 die Post zum neu eröffneten Bahnhof verlegt wird, wird die „Alte Posthalterei“, ebenso wie die Remise, von verschiedenen Schulen und schließlich dem städtischen Schulamt genutzt. Seit dem Auszug des Schulamtes 1978 in das Neue Rathaus wird auch die „Alte Posthalterei“ komplett vom Museum, das bereits die gesamte „Remise“ übernommen hatte, genutzt.

Im Zuge der 2012 abgeschlossenen Sanierung der „Alten Posthalterei“ werden Reste von Wandbemalungen, Tapeten, Wandfliesen und Ofenkacheln aus unterschiedlichen Epochen freigelegt. Als Vorlage für die heutige Gestaltung der Wände und des Treppengeländers wird eine Fassung im Stil des Klassizismus gewählt, die etwa von 1770/1780 stammt. Auch zahlreiche Objekte werden ausgegraben. Tafel- und Kochgeschirr aus Porzellan und Fayance, Wein- und Mineralwasserflaschen und Austernschalen zeugen von der Alltags- und Esskultur des wohlhabenden Göttinger Bürgertums im 18. Und 19. Jahrhundert.

Einige dieser Gegenstände sind in der alten Posthalterei ausgestellt und können, nach vorheriger Anmeldung, besichtigt werden.

Anmeldung unter: Tel. 0551/400-2843 oder museum@goettingen.de

Abb.1: Die Alte Posthalterei heute, im sanierten Zustand; Abb.2: Das sanierte Treppenhaus, mit freigelegter und teilweise rekonstruierter Wandbemalung; Abb.3: Zeugnisse der Esskultur um 1800.  

(Izabela Mihaljevic, wiss. Volontärin)